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Nachts im Museums-Hotel

Der Europa-Park in Rust hat mit dem Hotel Krønasår ein neues Übernachtungshighlight im Portfolio

Europapark Nachts im Museums Hotel
Foto: Europa-Park

Den Zauber, der so ziemlich jeden Besucher des Europa-Parks unmittelbar gefangen nimmt, kann man schwer in Worte fassen. Fakt ist, mit perfektionistischer Detailarbeit schafft es die Eigentümerfamilie Mack, ihre Gäste äußerst zuverlässig der tristen Realität zu entreißen. Gerade erst hat das Hotel Krønasår (wird »Krönasor« ausgesprochen) nach 20 Monaten Bauzeit seine Pforten für die Gäste geöffnet. Es entführt Jung und Alt nach Skandinavien – und in eine fantastische Welt voller Geschichten, die den Entdeckergeist wecken.

Das Skelett der überdimensionalen Seeschlange Svalgur, das sich über ganze sieben Stockwerke in die Höhe erstreckt, ist das Erste, was der Blick in die Lobby des brandneuen 4-Sterne-Superior-Hotels des Europa-Park-Resorts preisgibt. Und nicht nur bei den kleinsten Hotelgästen für einen echten »Wow-Moment« sorgt. Herunterklappende Münder sind dabei vom Management durchaus erwünschte Nebenwirkungen eines Aufenthalts im Krønasår – dem Naturkundemuseum der ganz besonderen Art. Wer hier bucht, den erwarte, so heißt es von Seiten des Europa-Parks, eine Übernachtung an einem geheimnisvollen Ort, einem Ort voller historischer Entdeckungen aus einer Zeit, deren Geschichten längst wieder in Vergessenheit geraten sind.

Inspiriert wurde die Idee durch den Film »Nachts im Museum« mit Ben Stiller, verrät Thomas Mack, der Diplom-Hotelier der Eigentümerfamilie Mack. »Ich fand die Vorstellung, in einem Museum zu übernachten, total spannend. Aus diesem Grundgedanken heraus haben wir dann damit begonnen, die Story für das Hotel zu entwickeln – rund um Rulantica, eine als Seemannsgarn verschriene Insel.« Passenderweise ist Rulantica auch der Name der gigantischen neuen Wasserwelt des Europa-Parks (siehe Hintergrund), die derzeit direkt neben dem Hotel entsteht.

Storytelling: mehr als bloßes Seemannsgarn

Wer sich näher mit den Projekten Hotel und Wasserpark beschäftigt, stellt schnell fest: Alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht, eben wie man es von der Familie Mack und ihrem Europa-Park gewohnt ist – sogar die stets passende Hintergrundmusik, die den Gast durch die verschiedenen Bereiche des Hotels begleitet. Auch das Spinnennetz aus Geschichten ist so perfekt gewoben, dass mancher Zeitungs­redakteur, der über die Eröffnung des neuen Museumshotels schrieb, wohl nicht einmal bemerkt hat, dass die ausgestellten Artefakte des »Adventure Club of Europe« keineswegs Hunderte von Jahren auf dem Buckel haben, sondern vielmehr Teil einer fiktiven Geschichte sind. Ernsthaft. Storytelling heißt das Zauberwort.

Was viele Marketing-Experten als Wundermittel zur Steigerung des Verkaufserfolgs predigen – im Hotel Krønasår wird es kunstvoll auf die Spitze getrieben: Dazu gehört der eigens ins Leben gerufene (und natürlich ebenfalls fiktive) »Adventure Club of Europe«, der eine eigene Internetseite (www.adventure-club.de) betreibt, auf der alle Heldentaten, Expeditionen und Entdeckungen der Clubmitglieder festgehalten sind. Eine multimediale Marke wurde geschaffen, inkl. eigener Buchreihe, TV-Serie und natürlich Fahrgeschäften, die geschickt in das Geschichten­geflecht eingesponnen wurden – so gelingt es den Freizeitpark-Machern einmal mehr, ihre Gäste in dieses Parallel-Universum aus Abenteuer-Geschichten zu entführen.

Nordisch hyggelig

Museum hin, Storytelling her – dass die Welt, die hier am großen See, zwischen zwei Wäldchen gelegen, entstanden ist, skandinavisch inspiriert ist, lässt sich nicht leugnen: Schon aus der Ferne leuchten die bunten Häuserfassaden wie ihre Original-Vorbilder am Fjord von Norwegen. Über 900 Tannen, Fichten und Birken machen im Außenbereich des Hotels ordentlich nordischen Eindruck. Innen sorgen viele »hyggelige« (In Skandinavien ein Ausdruck für »gemütlich«) Orte für das typisch skandinavische Wohlfühlambiente. »Es ist einfach das Gesamtbild, das stimmig sein muss. Der große See zwischen dem Wasserpark und dem Hotel schafft ein schönes Urlaubsflair«, schwärmt Thomas Mack. »Würde ich von der wunderschönen Terrasse des Restaurants einfach auf eine grüne Wiese schauen – es würde längst nicht den gleichen Charme haben«, spricht der Perfektionist.

Stolze 1.300 Betten in 276 Zimmern und 28 Suiten mit einer Zimmergröße bis zu 92 Quadratmetern stehen im Krønasår bereit. Der Gast kann dabei zwischen zwei Standard-Zimmertypen wählen. Entscheidet er sich für das Entdecker-Zimmer, erwartet ihn ein Raum, der liebevoll im Stil der Studienzimmer skandinavischer Entdecker eingerichtet ist – natürlich mit üppigem Bücherschrank, Landkarten, Forschungsinstrumenten, einem gemütlichen Boxspringbett und einem originellen Stockbett für den Nachwuchs, das scheinbar aus zwei riesigen Reisekoffern gefertigt wurde. Der zweite Standard-Zimmertyp kommt derweil im typisch skandi­navischen Landhaus-Stil daher – hell mit schöner Holzvertäfelung. Familien­gerecht haben alle Zimmer separate Duschen und WCs.

Hoteleröffnung
Foto: Europa-Park

Zimmersauna und VIP-Check-in

Wer mit der Großfamilie anreist oder einfach ein bisschen großzügiger wohnen möchte, der kann sich eine der großen Suiten reservieren. Hier finden bis zu sechs Personen Platz – und auch der eine oder andere Extra-Komfort gehört dazu. Beispielsweise nehmen die Suite-Gäste ihr Frühstück quasi »unter sich« im kleineren und morgens deutlich ruhigeren Restaurant Tre Krønen zu sich. Sie dürfen sich zudem über einen VIP-Check-in freuen.

Wer sich für eine der drei Royal Deluxe Suiten entscheidet, kommt zudem in den Genuss seiner eigenen ausfahrbaren Privat-Sauna. Zu Buche schlägt das exklusive Suite-Vergnügen mit einem Aufpreis von 290 bis 730 Euro pro Nacht, je nach Kategorie. Das Interior-Design der gesamten Räumlichkeiten stammt übrigens vom Europa-Park-Designstudio Mack Solutions, was definitiv für das Gesamterlebnis im Haus spricht.

Kulinarisch geht’s nordisch zu

Um auch kulinarisch für authentische Geschmackserlebnisse sorgen zu können, holte sich Thomas Mack den Dänen Brian Bojsen als Berater an Bord. Er ist Küchenchef, Gastronom, dazu noch ehemaliger Profi-Surfer, Fotograf, Kochbuchautor und Juror der ZDF-Küchenschlacht. Gemeinsam mit Bojsen und Holger Strütt, dem Küchendirektor der Europa-Park-Hotels, ging Thomas Mack sogar auf eine kulinarische Expedition direkt an die Quelle der nordischen Spezialitäten. Auf der dänischen Insel Læsø im nördlichen Kattegat erkundeten sie gemeinsam den wahren Geschmack Skandinaviens, der geprägt ist von den Elementen Wasser und Feuer sowie von der Liebe zur Natur. Fisch, Fleisch, Algen und Salz sind nur einige Beispiele aus dem reichhaltigen Zutaten-Schatz der skandinavischen Küche, die Bojsen und das Europa-Park-Team ihren Gästen ab sofort servieren.

Da die Geschmäcker aber bekanntlich verschieden sind, können die Gäste zwischen zwei Restaurantangeboten auswählen. Wer es eher exklusiver mag und auf ausgefallenere Kreationen steht, dem sei das Fine-Dining-Restaurant Tre Krønen wärmstens ans Herz gelegt. Hier gibt es schon mal den Hummer mit Norwegischem Seeigel, Meeresspargel und Algen. Oder den Rentierrücken mit Karotte, Kartoffel, honigglaciertem Chicorée und geräuchertem Haselnuss-Crumble. Für weniger experimentierfreudige Begleiter steht aber auch ein Black Angus Flank Steak auf der Karte.

»Wir bieten hier eine typisch nordische Küche an, die immer das Produkt in den Vordergrund stellt. Wir haben uns aber bemüht, die Gerichte für den deutschen Gaumen ansprechend zu kreieren – und nicht so experimentell, wie das z.B. im NOMA der Fall war. Bei uns stehen also keine grünen Blätter oder Moos auf der Karte«, stellt Thomas Mack schmunzelnd klar. »Unser besonderer Höhepunkt ist der Chef’s Table. Hier können bis zu 20 Personen einen exklusiven und spannenden Blick in die Küche genießen.«

Küchenparty zum Frühstück
Fotos: Europa-Park

Küchenparty zum Frühstück

Das Restaurant Bubba Svens im behaglichen Bootshaus-Stil ist derweil genau die richtige Adresse für das gemütliche Abendessen im Kreise der Familie. Rund 650 Gäste fasst es im Innenraum, draußen gibt es weitere 260 Sitzgelegenheiten. Das Highlight auf der Speisekarte ist die traditionelle Fischkiste: Sie beinhaltet fangfrischen Fisch, Krabben, Brot und Butter sowie verschiedene süß eingelegte Gemüsesorten. Auch die Schwedischen Köttbullar dürften ein echter Renner werden, genau wie der Dänische Burger mit Schweinekrustenbraten. »Und zum Frühstück steigt dann im Bubba Svens täglich eine Küchenparty für die Gäste, denn die holen sich ihr Spiegelei direkt beim Koch am Küchenpass ab«, verrät Thomas Mack.

Für den schnellen Imbiss oder den kühlen Drink empfiehlt sich natürlich ein Besuch in der Bar Ericssøn, die sich stolz über zwei Stockwerke erstreckt. Hier lockt ein typisch skandinavisches Aquavit-Sortiment, das eine tolle Basis für extravagante Cocktails hergibt. Gegen den Hunger wird das berühmte »Smørrebrød« gereicht – selbstverständlich traditionell hochbelegt und einfach nur köstlich. Zudem steht im Obergeschoss mit dem Café Konditori ein Anlaufpunkt für den süßen Hunger zur Verfügung. Im skandinavischen Landhausstil können die Gäste hier hausgemachte Kuchen und Patisserie vernaschen.

Produktionsküche sorgt für komfortable Arbeitszeiten

Eines ist klar: Ein solch umfangreiches Angebot funktioniert nur mit einem motivierten Team. Rund 250 Mitarbeiter wurden eingestellt, um den Gästen im neuen Hotel einen unvergesslichen Aufenthalt zu bereiten. Da selbst ein attraktiver Arbeitgeber wie der Europa-Park in Zeiten des Fachkräftemangels mit überzeugenden Argumenten auftreten muss, hat man sich entschlossen, eine Produktionsküche ins Hotel zu integrieren. Hier werden für den Abend Speisen vorproduziert. Das soll nicht nur eine gleichbleibend hohe Qualität auf dem Teller sicherstellen, sondern auch komfortable Arbeitszeiten für die Küchen-Crew garantieren. »In der Produktionsküche können wir Arbeitsplätze von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr anbieten«, so Thomas Mack. »Das eröffnet uns dann die Möglichkeit, z.B. Mütter einzustellen, die nur am Vormittag Zeit haben, oder eben Köche, die am Wochenende lieber nicht arbeiten möchten. Am Abend genügt es dann, wenn ein angelernter Koch die vorproduzierten Gerichte auf die Teller bringt.«

Das Erfolgsgeheimnis des Mack-Imperiums

Und was sagen die Gäste zum neuen Hotel? Am 24. Mai fand die offizielle Eröffnungsfeier des Krønasår statt. Viele Promis, darunter der Schweizer Sänger Luca Hänni, Box-Legende Henry Maske oder Showmaster Thomas Gottschalk, waren dabei, als das neueste Juwel des Europa-Park Resorts erstmals seine Pforten geöffnet hat. Neben einer Führung durch das Haus und einer Eröffnungszeremonie erlebten sie eine stimmungsvolle Party mit kulinarischen Genüssen und einem eindrucksvollen Feuerwerk.

»Ich war schon öfter in Norwegen. Wenn Norwegen so schön wäre wie dieses Hotel, dann wäre ich dort geblieben. Das habt Ihr gut gemacht«, brachte Star-Entertainer Thomas Gottschalk das eigentliche Erfolgsgeheimnis des gesamten Mack-Imperiums am Beispiel des Krønasår auf den Punkt: Authentisch – nur schöner und aufregender als das Original …

Hintergrund

Hotel Krønasår
Mit dem Bau des sechsten Erlebnishotels erweitert der Europa-Park seine Kapazität auf 5.800 Betten und schafft zusätzlich circa 250 neue Arbeitsplätze. Rund 70 Millionen Euro kostete das Hotelprojekt. Vor Ort stehen 725 Parkplätze, darunter zwei für Elektro-Fahrzeuge, sowie E-Bike-Ladestationen zur Verfügung. Zudem ergänzen zwei Veranstaltungsräume das Confertainment-Angebot des Europa-Parks. Ein Shuttlebusservice, der das Museumshotel direkt mit den weiteren Europa-Park-Hotels verbindet und von früh bis spät alle 15 bis 30 Minuten fährt, sorgt für komfortable An- und Abreisemöglichkeiten.

Rulantica
Der erste Teil der gigantischen, 450.000 Quadratmeter großen Resort-Erweiterung rund um das Thema Wasser soll ab November 2019 in vollem Glanz erstrahlen. Mit einer nordischen Thematisierung rund um die Mystik und Schönheit Skandinaviens lockt dann ganzjährig eine sensationelle Wasser-Erlebniswelt. In neun thematisierten Bereichen garantieren 25 spannende Wasserattraktionen ein spritziges Vergnügen für die ganze Familie.

Text: Daniela Müller, Ausgabe: 04/2019, Veröffentlicht am: 03.07.2019
Der Original-Text aus dem Magazin wurde für die Online-Version evtl. gekürzt bzw. angepasst.