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10 Fragen an … August Wittgenstein

Harmonie im Haus überträgt sich auf die Gäste

10 Fragen an August Wittgenstein
Foto: picture alliance / Eventpress Radke, picture alliance / dpa

Er ist einer der angesagtesten deutschen Schauspieler – und ein waschechter Prinz. August-Frederik Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, wie er eigentlich heißt, ergatterte vor neun Jahren eine Mini-Rolle in dem Blockbuster »Illuminati« mit Tom Hanks.

1Im November startet »Das Boot«, eine der aufwendigsten deutschen Serienproduk­tionen aller Zeiten. Was macht den Reiz dieser Serie aus?

Oliver Vogel, einer der Produzenten, hat es eigentlich am besten gesagt: Vom Produktionswert her gleicht »Das Boot« acht Stunden Kino! Zudem ist Regisseur Andreas Prochaska einer der besten filmischen Erzähler im deutschsprachigen Raum. Der Reiz ist natürlich auch etwas im Kult des Originals verankert. Umso schöner ist es, wenn der Zuschauer dann sieht, dass hier etwas ganz Eigenständiges geschaffen wurde.

2Was ist Ihre Figur »Tennstedt« für ein Charakter?
Tennstedt ist ein ehrgeiziger Offizier der alten Schule, der Mut und Pflichtbewusstsein über alles stellt. Er ist auch sehr verbissen, streng und wäre in einer Trinkrunde wohl eher nicht der Spaßvogel.

3Welche Figur, die Sie bisher gespielt haben, war für Sie die größte schauspielerische Herausforderung?
Ich würde schon sagen, dass Wolfgang von Boost (Ku’damm 56 & 59) und Karl Tennstedt recht nah beieinander liegen. Herausforderungen in der Schauspielerei machen mir eigentlich ausnahmslos Spaß.

4Ihre Mutter ist Schwedin, mit 15 wechselten Sie in ein schwedisches Internat, Sie besitzen die doppelte Staatsbürgerschaft. Wie viel Schweden bzw. Affinität zur schwedischen Lebensart oder Mentalität steckt in Ihnen?
Sehr viel. Tatsächlich fliege ich gleich nach Stockholm und besuche alte Kumpels. Die Internatsfreundschaften versuche ich zu pflegen. Ich liebe die schwedische Natur und den Humor.

5In einem älteren Interview mit Ihnen war zu lesen, dass Sie wahnsinnig gerne James Bond spielen würden. Ist das noch aktuell? Gibt es noch eine andere Traumrolle?
Bond wollte ich als Kind immer werden. Aber das darf ruhig noch mal jemand anderes machen, falls Daniel Craig mit seiner humorlosen Interpretation die Figur Bond nicht noch vollkommen zerstört. Abgesehen davon würde ich sehr gerne mal einen richtig dreckigen Revolverhelden spielen oder vielleicht den schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, der viele ungarische Juden vor dem Holocaust rettete.

6Sie waren viel international unterwegs, Abitur in England, Schauspielausbildung in den USA und viele weitere Auslandsstationen. Welches Land oder welche Region würden Sie gerne noch entdecken?
In Südamerika kenne ich mich überhaupt nicht aus, ich will dringend mal nach Argentinien. Aber auch Afrika würde ich gerne besser kennenlernen. Ansonsten fühle ich mich in Europa aber sehr wohl!

7Sie leben in Berlin. Welches Restaurant können Sie am meisten empfehlen in der Hauptstadt?
Es ist zwar ein bisschen teuer, aber »Grill Royal« lohnt sich immer. Ansonsten liebe ich »Das Lokal« und natürlich die »Beuster Bar«.

8Bitte verraten Sie uns, welches Hotel Sie am meisten beeindruckt hat.
Das »Kinondo Kwetu« (Kenia) ist ein paradiesischer Flecken Erde. Man wird brutal verwöhnt. Was mich sehr beeindruckt hat, ist, dass die lokale Gemeinde eng mit dem Hotel verbunden ist. Es werden Krankenhäuser und Schulen vom Hotelbesitzer errichtet. Man merkt als Gast, dass dort viel Harmonie herrscht.

9Haben Sie auch eine Lieblings-Bar?
Drei sogar: das »Buck and Breck«, »Melody Nelson« und die »Torbar«, alle in Berlin.

10Mit welcher berühmten Persönlichkeit – egal ob tot oder lebendig – würden Sie gerne
mal an einer Hotelbar einen Drink nehmen?
David Bowie hätte mir schon Spaß gemacht, aber auch Muhammad Ali… Da fehlen der Welt jetzt wirklich zwei ganz Große.

Text: Sebastian Bütow, Ausgabe: 06/2018, Veröffentlicht am: 03.11.2018

Der Original-Text aus dem Magazin wurde für die Online-Version evtl. gekürzt bzw. angepasst.