Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

The Big Five: Tierisch gut – vegane Snacks

Vegane Medikamente, Kleidung, Kosmetika – und veganes Essen sowieso – gehören heute zum Verbraucheralltag.

the big five Frühstücks Buffet
Foto: www.foodtrendtours.de; iStockphoto

Ein veganes Sortiment gibt’s nicht mehr nur im Bioladen, sondern in jedem Supermarkt. Genau genommen, ist Vegan dem Trend-Image fast entwachsen. Allerdings machen vegane Snacks den Trend im Trend – aus vielen Gründen.

Das sind meine Big Five:

1st Big: Vegane Snacks sind multifunktional

Sie können überall mitmischen: als Beilage, Fingerfood, »to go« oder als Mahlzeit. Vegane Snacks funktionieren solo oder als Komponente für ein Gericht. Als Vor- bzw. Hauptspeise oder eben Snack sind sie in der Gastroküche Kombi-Könige für eine vielseitige, aber leicht realisierbare Menükarte – ganz unabhängig von jeder Ernährungsphilosophie.
Mein Trend-Tipp: frittierte Weißkohlblätter.

2nd Big: Multikulti = Multiple Target Groups

Vegane Snacks bringen verschiedenste Kulturen an einen Tisch. Halal (übersetzt: erlaubt) oder koscher: Bei Vegan gibt es kein Falsch, sondern nur Richtig. Hier ist nichts haram oder trefe, sprich unrein. Und ob geschächtet oder nicht, ist auch kein Thema. Mit veganen Snacks sind Gastronomen immer auf der sicheren Seite und erreichen alle Gäste. Kulturell und religiös stets korrekt – ein unbedenklicher Genuss.
Mein Trend-Tipp: Mezze mit zahlreichen fleischlosen Vorspeisen der traditionellen arabischen Küche.

3rd Big: Sharing is Caring

Zusammen naschen, kosten und ausprobieren: Snacking ist Socializing, macht Spaß und verbindet. Was früher punktuell morgens, mittags und abends am heimischen Tisch stattfand, verlagert sich peu à peu nach draußen, und das quasi rund um die Uhr: der familiäre und soziale Austausch. Snacking-Time mausert sich stark zur sozialen Quality-Time. Aus dieser Entwicklung ist das gastronomische Angebot von kulinarischen Mini-Formaten geboren. Jeder will von allem eine Kostprobe. Da darf Veganes nicht fehlen!
Mein Trend-Tipp: Farro-Variationen im Tapas-Format.

4th Big: Genuss mit gutem Gewissem

Gesund, nachhaltig und artgerecht: Genuss basiert nicht länger nur auf Geschmack, sondern auch auf
Bewusstsein. Das pusht Qualitätsverbesserung und Vormarsch veganer Produkte. Fleischkonsum ist zunehmend mit dem Image degenerierter Dekadenz behaftet, während der Bulgur-Burger Bekenntnis und Statement zugleich ist. Übrigens: Kein Veganer zu sein, heißt noch lange nicht, dass der Gast heute nicht vegan-affin is(s)t und daher die Wahl haben möchte.
Mein Trend-Tipp: Trendgemüse trifft saisonales Gemüse. Marinierter Kürbis in Weißkohl gebacken. Kalorischer Brennstoff für den Körper an kalten Tagen.

5th Big: Bock auf Kreativität

Die Vegan-Welle erzeugt derzeit einen Kreativitäts-Tsunami. Lebensmitteltechnologie und die innovationsorientierte Küche laufen zur Höchstform auf, um Veganes unter die Leute zu bringen. Bereits 1898 machte das Hiltl als erstes vegetarisches Restaurant in der Kochgeschichte Furore. Konsequente Weiterentwicklung ist heute das Vegan-Angebot, wie das Hiltl-Büfett mit über 100 hausgemachten veganen und vegetarischen Spezialitäten aus aller Welt. Altbewährtes Know-how steuert Rolf Hiltl dem Up-Scale-Veggie-Fast-Food-Konzept Tibits (engl. Leckerbissen) bei. Seine Tüftelküche bietet ein Menü mit einem 80/20-Verhältnis von Vegan zu Veggie. Tibits hat elf Standorte in der Schweiz bzw. UK, Nummer 12 setzt den V-Siegeszug Anfang 2019 in Darmstadt fort.
Mein Trend-Tipp von der Tibits-Karte: karamellisiertes Gemüse mit Feigen und Birnen.

Autor:
Der gebürtige Südafrikaner Andrew Fordyce ist mit Streetfood aufgewachsen und blieb ihm – trotz Ausbildung im 5-Sterne Hotel – treu. Heute lebt und arbeitet der internationale Food-Service- und Retail-Experte in London und im Frankfurter Raum als Entrepreneur einer Hamburger-Produktion, Berater, Food-Trend-Scout, Keynote-Speaker und Fachjournalist.

Mehr Infos: www.foodtrendtours.de

Text: Andrew Fordyce, Ausgabe: 06/2018, Veröffentlicht am: 04.11.2018
Der Original-Text aus dem Magazin wurde für die Online-Version evtl. gekürzt bzw. angepasst.