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The Big Five: Proteinbomben – Poké-Bowls

Die Trend-Food-Kolumne von Andrew Fordyce

the big five Frühstücks Buffet
Fotos: iStockphoto; foodtrendtours.de

Sie sind hübsch anzusehen, saulecker und supergesund: Poké-Bowls, das Schüsselgericht aus Hawaii, das sich »Pokih« ausspricht.

arin vereinen sich nicht allein alle guten Geschmäcker der Küche Japans, Polynesiens sowie der amerikanischen Westküste, sondern auch Proteine pur. Dafür sorgen die traditionellen Basiszutaten Reis oder Quinoa, als Add-on frischer Fisch, Frühlingszwiebeln und Sojasauce. Mit dem Bock auf die Bowls wächst in den Food-Trend-Metropolen die Vielfalt der Ingredienzien, die sich mitunter – wie bei Sushi Burrito in Rotterdam mit einer Trüffel-Mayo-Sauce – vom Original weit entfernen.

Bowls gibt es konfektioniert und als Bowl-Bastel-Konzept zum Selbstzusammenstellen. Für Poké-Bowl- Fans und solche, die es werden wollen, verrät Andrew Fordyce die Big Five für die perfekte Poké-Bowl.

1st Big: Keep It Simple

Nichts gegen große Auswahl! Aber Poké ist ein Synonym für Frische. Also muss der Romanasalat noch zwischen den Zähnen krachen und der Thunfisch Aromen von Meerwasser haben. Bei einer Menükarte von mehr als fünf Fertig-Bowls ist fraglich, ob Frische noch gewährleistet ist. Das Gleiche gilt bei einem Zutatenangebot, das sich gegen unendlich zu bewegen scheint. Qualität ist die Essenz des Gerichtes. Darum lieber einfach, aber frisch.

2nd Big: Reis bitte heiß

Poké ist trotz der frischen und damit in der Regel kalten Toppings keine Kaltspeise wie ein Salat. So extrem das Zusammentreffen verschiedenster Aromen ist, so extrem sollte das Zusammenspiel von Warm und Kalt sein. Das verstärkt das besondere Geschmackserlebnis dieses Pazifikgerichtes. Ob Quinoa, Reis oder was sonst als Basis dient: Es muss wirklich warm sein. Temperaturtechnisch kompensiert wird es dann durch das, was on top kommt.

3rd Big: Saucenzauber

Poké Perfect in der Prinsengracht, Amsterdam, bringt es auf den Punkt: »Poké Ponzu, our signature sauce«. Die Sauce muss sitzen, und zwar im Geschmackszentrum, von wo aus sie ins Hinterstübchen wandert und dort bis zum nächsten Restaurantbesuch eingraviert bzw. gespeichert bleibt. Von den Toppings ist sie es, die alles andere toppt und zum Solo-Schlürfen verleitet. Oder zumindest dazu, dass zum Schluss der Finger durch die Schüssel Bahnen schreibt: signature-like.

4th Big: Fisch frisch?

Fisch ist frisch, oder er ist es eben ganz schnell nicht mehr. Ist die Frische nicht durch eine hohe Lauffrequenz von Gästen gesichert, bedeutet das nicht das »Aus« für Poké. Es gibt eine wunderbare Alternative: marinieren. Für die Marinade gilt dabei das, was zur Sauce bereits gesagt wurde. Sie muss »artisanal« sein und dem Fisch ihren eigenen Stempel aufdrücken. So kann ein »Favorite Protein« auf der Karte kreiert werden.

5th Big: Fermentiert macht fröhlich

Der Newcomer unter den Zutaten ist fermentiertes Gemüse wie Kimchi. Nicht weil »sauer lustig macht«, sondern weil’s eine exotische Komponente und total gesund ist. Der Spruch beruht übrigens auf einer falschen Übersetzung. Richtig ist »gelüstig« im Sinne von appetitanregend. Saures fördert den Speichelfluss bzw. die Verdauung. Fermentiertes Gemüse enthält zudem viel Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe. Das wirkt antioxidativ, immunstimulierend und gerinnungshemmend. Egal, ob Saures lustig macht. Gesund macht in jedem Fall fröhlich!

Autor:
Der gebürtige Südafrikaner Andrew Fordyce ist mit Streetfood aufgewachsen und blieb ihm – trotz Ausbildung im 5-Sterne Hotel – treu. Heute lebt und arbeitet der internationale Food-Service- und Retail-Experte in London und im Frankfurter Raum als Entrepreneur einer Hamburger-Produktion, Berater, Food-Trend-Scout, Keynote-Speaker und Fachjournalist.

Mehr Infos: www.foodtrendtours.de

Text: Andrew Fordyce, Ausgabe: 01/2019, Veröffentlicht am: 14.01.2019
Der Original-Text aus dem Magazin wurde für die Online-Version evtl. gekürzt bzw. angepasst.